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Archive for Juli, 2007

Über’s Stock und Sein

Posted in Uncategorized on Juli 31st, 2007

Lange darauf gefreut und schon vorbei, Freakstock 2007. Mit diesem Gefühl bin ich wahrscheinlich nur ein Freak unter vielen welche beim Rebooten wieder rauf gefahren sind, aufs Stock. Wie üblich nach Reboot’s waren nicht alle Funktionen wieder am Start, sondern wirklich nur die essenziellen, die wirklich relevanten. Manches, wie das Marquee hat man vermisst, manches eher nicht. Doch genau das hat dieses Freakstock zu einem Familientreffen der ganz besonderen Sorte gemacht, es war ruhiger, überschaubarer, frei von der ständigen Besorgnis Wichtiges zu verpassen, dafür voll von Begegnungen, Begegnungen mit Leuten mit denen man schon immer reden wollte, Leuten die man einfach nur lieben kann, Begegnungen mit Jesus, mit dem Heiligen Geist, vor allem in Form von geflashten Freaks.

Es war wirklich gut, es hat auch wirklich gut getan, dem Einzelnem und der Bewegung,  trotz oder gerade wegen des Reboots Charakters. Der Blickwinkel jedoch ist entscheidend für die Beurteilung dieses Freakstocks. Aus der Sicht eines Familientreffens, super mega geil, aus der Sicht eines Festivals jedoch,  zu dem man jede und jeden mitnehmen kann ohne sich zu schämen, ist das Bild etwas getrübt. Es sei mir ferne dieses Freakstock madig zu machen, im Gegenteil so wie es war, war es gut und auch so dran. Die Befürchtung aber, dass nach einem Reboot, Probleme in den seltensten Fällen gelöst sind ist zumindest teilweise berechtigt, zum Lösen dieser Probleme, und die Bewegung hat so einige, war dieses Reboot jedoch unabdingbar.

In diesem Sinne sei somit  verkündet, es war ein echtes Reboot, es war kleiner, es hatte seine Macken, es war aber so gut, dass ich jetzt schon das nächste , die Vollversion kaum erwarten kann.

Bau-Igel

Posted in Am Wegrand on Juli 21st, 2007

Schon von einer ganzen Weile hat es mich in die Tiefen der Fakultät für Bauingenieurwesen verschlagen, normalerweise werden die dort ausgestellten Objekte studentischer Bauwut keines müden Blickes meinerseits gewürdigt. Diesmal sollte alles anders kommen.

Schon von weiten klang ein wohlbekanntes, süßes Klackern an meine Ohren, welches normalerweise nur aus verrauchten Hinterzimmern von Kneipen oder Bars zu hören ist…mein Kicker-Herz schlug schneller, meine eben noch so müden Schritte beschleunigten sich. Tatsächlich da stand er, dieses Exemplar meines bevorzugten Spielgerätes. Spielfläche aus Waschbeton, feinste Nadellager eingegossen, Gestell aus massiv Holz…mein Herz inzwischen kurz vor dem Infarkt…….Ich gar nicht erst gezögert, gleich gefordert……Dann der große Moment, Bau - gegen richtigen Ingenieur. Doch schon nach den ersten Ballkontakten wich die anfängliche, hochkochende Begeisterung, kalter, fast eisiger Ernüchterung. Nicht ob des Gegners, dieser war fast noch schlechter als der Kicker an sich. Mit Endtäuschung musste ich feststellen, dass der äußere Schein mehr als nur getrügt hat, die Spieleigenschaften dieses Möchtegern Tischkickers waren so miserabel dass Spielfreude gar nicht erst aufkommen konnte. Kratergleiche Poren, Grand Canyon ähnliche Risse nebst windschiefen Banden ließen nicht nur keine Spielkultur zu, sondern machten eine gepflegte Partie Tischfußball einfach nicht möglich.

Trotz eines Kantersieges (1:6) keineswegs beschwingt machte ich mich von dannen und schwor mir dabei nie wieder so tief zu sinken.

Große Bitte an alle Bauingenieure: Schuster bleib bei deinen Leisten, elf Freunde macht man sich anders.

Ode an einen Freund

Posted in Uncategorized on Juli 16th, 2007

Der thüringische Stamm hat Deutschland seine mächtigsten religiösen Genies, seine reinsten Metaphysiker geschenkt: Eckhart, Luther, Bach, Novalis, Nietzsche. Recht eigentlich der Gau der deutschen Mitte, hat das freundliche Land zwischen Saale und Weser, dessen schlichte Unmut noch auf Goethe und manch anderen eine nie ganz erklärte Anziehungskraft ausübte, einen ungemein Gefühlsbewegten, oft reichlich vielfältigen Menschenschlag hervorgebracht, dessen Wesen gewiss nicht immer leicht zu fassen ist. Wer den Thüringer nur von außen sieht, ahnt kaum, wie viel feinnervige Festigkeit, wie viel Gemütstiefe und geistige Schwungkraft in diesem leicht ins Empfindsame und Lässliche, ja Platte abgleitenden Menschenschlage steckt, dem andere Stämme nur allzu oft an eindeutiger Prägung und Geschlossenheit überlegen scheinen. Wer sich aber mit Sinn und Liebe in die Seele dieses Landstrichs einfühlte, wird gerade in Ihm die tiefsten und reinsten Eigenschaften thüringischen Volkstums wiedererspüren, freilich hinaufgeläutert in eine Höhe, die unendlich weit über alle Heimattümelei hinausragt.

Friedrich Schulze - Maizier

Gegen den Strom

Posted in Am Wegrand on Juli 13th, 2007

Gegen den StromNeulich samstags saß ich mit meinem Opa und zwei kühlen Bier gediegen auf unserem “Stückle”, wo wir gemeinsam, aus der Perspektive zweier Campingstühle, gerade dabei waren unser Tag Werk zu betrachten. Dabei hab ich nebenstehende Birne entdeckt, welche so gar nicht auch nur annähernd in die Richtung wächst wie alle anderen am Baum, gegen den Strom.

Die metaphorisch denkende Hälfte meines Gehirns fing sofort an diese Laune der Natur auf unser täglich Dasein zu transportieren.

Als Jesus Freak, der ich bin, bin ich da natürlich sofort dabei, Hauptsache kein Mainstream, Hauptsache dagegen. Gemeint sind damit aber nicht nur der äußere Style wie Klamotten oder Musik etc., sondern das Gesamte. Wie soll mein Leben aussehen, was ist mir wichtig, was sind die Ziele in meinem Leben, ist er normal nur weil alle es tun?

Für mich gibt es da nur eine Antwort, Jesus. Ihm wächst die Birne entgegen, ihm wollen wir entgegen wachsen, wenn wir uns jedoch entschließen es zu tun wie der Rest am Baum wird daraus nichts.

Sei eine helle Birne!